Paderborn und Hamburg verteidigen Deutsche Mannschaftsmeistertitel
Saarbrücken – Titel erfolgreich verteidigt: Die bisherigen Deutschen Mannschaftsmeister der Damen und Herren sind auch die Siegerteams im Jahr 2026. Der Paderborner SC verteidigte in der Anlage Squash & Badminton Güdingen seinen Damentitel gegen SC Monopol Frankfurt im vom Deutschen Squash Verband (DSQV) organisierten Event erfolgreich und das Sportwerk Hamburg setzte sich bei den Herren gegen den Paderborner SC im Rahmen der Bundesliga-Endrunde der Deutschen Squash Liga (DSL) durch.
Paderborner SC besiegt SC Monopol Frankfurt
Ohne Matchverlust bleibt der nationale Damentitel in Paderborn, und zwar inzwischen zum 11. Mal insgesamt: Die Mannschaft von Teammanager und Vereinsvorsitzendem Matthias Wolff mit Malak Khafagy (EGY), Maya Weishar und Franziska Hennes blieb im ersten Match gegen die Sport-Insel Stuttgart ohne Satzverlust.

Im Finale gegen den SC Monopol Frankfurt wurde es etwas enger, doch letztlich gewann Paderborn überzeugend: Maya Weishar legte im Match gegen ihre deutsche Nationalmannschaftskollegin Sharon Sinclair durch einen 3:1 Erfolg den Grundstein zum späteren Sieg. Khafagy schaffte es an der Spitzenposition einen 1:2 Satzrückstand in einen 3:2 Erfolg gegen die Engländerin Grace Gear zu wandeln und so für die Entscheidung zu sorgen. Das folgende Match der deutschen Nationalspielerinnen Saskia Beinhard vs. Katerina Tycova wurde aufgrund des bereits feststehenden Paderborner Sieges auf zwei Gewinnsätze verkürzt, die Beinhard zu ihren Gunsten holte.
Sportwerk Hamburg zum zweiten Mal in Serie Deutscher Mannschaftsmeister
Als Gewinner der Bundesliga Nord waren die Hamburger direkt für das Endrunden-Halbfinale qualifiziert und trafen dort auf den SC Hasbergen, der sich als punktbester Dritter im Vergleich der beiden Bundesligastaffeln erstmals überhaupt für die Bundesliga-Endrunde qualifiziert hatte.
Im Halbfinale gegen den SC Hasbergen sah es dabei lange nicht nach einem Hamburger Sieg aus, auch wenn Julius Benthin (Sportwerk) das Auftaktmatch gegen André Igelbrink für sich entschied. Denn: Im Anschluss unterlagen sowohl Melvil Scianimanico (Sportwerk) an Position eins gegen Baptiste Masotti (Hasbergen, 0:3) als auch Yannik Omlor (Sportwerk) vs. Declan James (Hasbergen, 2:3). Damit stand es aus Sicht der Hamburger nun 1:2 in Matches bei 5:7 Sätzen. Auf dem Papier hieß das: Der Tscheche Marek Panacek musste nun mit 3:0 gegen Fabian Igelbrink gewinnen, damit Hamburg weiter im Titelrennen bleiben kann, was Panacek in drei klaren Sätzen eindrucksvoll gelang. Aufgrund des besseren Satzverhältnisses von 8:7 Durchgängen bei 2:2 Matchgleichheit zog Sportwerk somit ins Finale ein.

In der Wiederauflage des Vorjahresfinalduells gegen den Paderborner SC ging es ebenfalls sehr spannend zu: Der Auftakt gehörte klar den Paderbornern, als der langjährige PSC-Akteur Simon Rösner eine sehr souveräne Vorstellung in drei Sätzen gegen Julius Benthin zeigte. Lange sah im Spitzenspiel der Schweizer Nicolas Müller (Paderborn) gegen den Franzosen Melvil Scianimanco (Sportwerk) als Sieger aus, doch der für das Sportwerk spielende Scianimanico wandelte einen 0:2 Satzrückstand erfolgreich in einen 3:2 Erfolg. Ivan Pérez (Sportwerk) kam im Folgematch an Position zwei in die Partie und hatte Raphael Kandra in vier Sätzen im Griff. Damit stand es 2:1 Matches für Hamburg bei 6:6 Sätzen, sodass das letzte Spiel zwischen Yannik Omlor (Sportwerk) und Viktor Byrtus (Paderborn) die Entscheidung bringen musste. Byrtus lag zwischenzeitlich mit 2:1 Sätzen in Führung, doch Omlor kämpfte sich kontinuierlich heran und holte beide Folgesätze, was seiner Mannschaft die erfolgreiche Titelverteidigung einbrachte.

Statements der DSL, des DSQV, des Ausrichters sowie der Meister
„Herzlichen Glückwunsch an Sportwerk Hamburg zur Titelverteidigung! Ein hochspannendes Finale bot beste Unterhaltung bis zum letzten Ballwechsel! Vielen Dank an alle Mitwirkenden, die dieses Turnier zum Erfolg geführt haben! Das sind in erster Linie das Team um den ausrichtenden Verein Squash Factory Saar Pfalz mit allen regionalen Unterstützern, die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Squash Verband sowie die DSL-Partner ROWE, Dunlop und Concept Logistics!“, erklärte Peter Schmidl, 1. Vorsitzender der DSL.

„Unsere Glückwünsche gehen an den Paderborner SC zur erfolgreichen Titelverteidigung bei den Damen! Gemeinsam mit der Deutschen Squash Liga, dem Saar Squash Racket Verband und der ausrichtenden Squash Factory Saar Pfalz konnten wir im Saarland ein sehr gelungenes Meisterschaftsevent für Damen und Herren durchführen. Mein besonderer Dank gilt dem Schirmherrn Reinhold Jost, Innenminister des Saarlandes, allen Beteiligten und Helferinnen und Helfern vor Ort sowie unseren Unterstützern OSAKA, Dunlop, ASS und Dr. Sojka & Kasch“, sagte DSQV-Präsident Michael Gäde.
„Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz für unser Turnier. Die Stimmung war gut, wir haben super Leistungen sowohl bei den Damen als auch bei den Herren gesehen. Wir sind insgesamt sehr zufrieden! Danke an alle, die zum Gelingen beigetragen haben!“, sagte Johannes Wessela, 1. Vorsitzender der ausrichtenden Squash Factory Saar Pfalz.
„Unsere Zielsetzung bei den Damen war natürlich der elfte Titel, was wir trotz nicht leichter Umstände wie ausgefallenen Zügen, verspäten Flügen und mit der Verletzung von Malak von Freitag auf Samstag geschafft haben. Respekt an unsere Damen, sie waren jederzeit voll fokussiert und haben nichts anbrennen lassen!
Für unsere Herren ist die Final-Niederlage hart. Zunächst sah es nach dem sehr souveränen Auftritt von Simon und Nicolas‘ 2:0 Matchführung gegen Hamburg gut für uns aus, ehe Melvil sich kontinuierlich steigerte und Raphael gegen Ivan keine wirklichen Mittel fand. Respekt an Yannik Omlor für eine sehr starke Fünfsatzleistung gegen unseren Viktor! Herzlichen Glückwunsch an Hamburg!“, erklärte Nils Mommert, Geschäftsführer des Paderborner SC.
„Ich kann es eigentlich noch immer nicht ganz fassen, bin fast ohne Worte. Gegen Hasbergen dachte ich schon, dass wir raus sind und habe uns auf der Rückfahrt gesehen. Nach einem Rückstand von 0:1 Matches und 0:2 in Sätzen im Finale kamen wir unheimlich stark durch die Siege von Melvil, Ivan und Yannik zurück! Am Ende hat es dann doch geklappt und wir sind natürlich überglücklich!“, freute sich Bart Wijnhoven, Teammanager des Herren-Meisters Sportwerk Hamburg.
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